Was ist Restwertleasing und wo liegt der Unterschied zu Kilometerleasing?

Restwertleasing vs. Kilometerleasing: Warum Kilometerleasing die bessere Wahl ist

Beim Restwertleasing wird vor Vertragsbeginn festgelegt, wie viel das Leasingauto nach der Laufzeit noch wert ist. Ein Gutachter ermittelt den Wertverlust des Fahrzeugs und somit den neuen Wert. Wenn der Wert höher als der vertraglich vereinbarte Wert ist, bekommt der Leasingnehmer Geld zurück. Jedoch geschieht dies nur in den seltensten Fällen. Meistens wird der Restwert geringer geschätzt als die vertraglich vereinbarte Summe. In Folge wird die Differenz als Nachzahlung fällig. Dies ist das sogenannte Restwertrisiko. Im Vergleich zum Kilometerleasing beinhaltet das Restwertleasing deshalb unvorhersehbare Risiken. Durch politische Entscheidungen, Imageverlust des Herstellers, Fahrverbote oder andere Faktoren kann sich die Marktlage binnen der Leasingdauer verändern und den kalkulierten Restwert beeinflussen. Ein gegenwärtiges Beispiel dafür ist der Abgasskandal.

Restwert-Leasingverträge mit Andienungsrecht

Beim Leasing mit Andienungsrecht hat man die Verpflichtung, nach Ende der Leasingdauer das Auto zu einem vereinbarten Restwert zu kaufen. Von dieser Option wird aber meistens abgeraten, da es Risiken mit sich bringt. Das Auto muss nach Vertragsende zu dem vereinbarten Restwert, welcher vor Vertragsbeginn festgelegt wurde, kaufen. Häufig passiert es, dass vergleichbare Gebrauchtwagen günstiger sind, falls sich der Markt für das Auto während der Leasingdauer entsprechende negativ verändert hat.

Recht zum Kauf des geleasten Autos?

Der Leasingnehmer besitzt beim Kilometerleasing kein Recht, das geleaste Auto zu kaufen. Die Entscheidung liegt alleine bei dem Leasinggeber des Autos, ob und zu welchem Preis er den Wagen am Ende verkaufen möchte.

Zustand des Leasingautos bei Vertragsende oder „das Dicke Ende kommt zum Schluss, wenn ich die Schäden zahlen muss“

Einer der meist auftretenden Streitpunkte zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber ist die Definierung von normaler Abnutzung und übermäßigem Gebrauch. Der Leasingnehmer ist verantwortlich dafür, dass das Auto in einem guten Zustand wieder zurückgeben wird. Ist dies nicht der Fall, muss der Leasingnehmer für den Schaden aufkommen. Kleine Dellen, Kratzer oder Schrammen im Lack des Autos gelten generell als normale Gebrauchsspuren und sollten vom Händler getragen werden. Informieren Sie sich also vor Abschluss des Vertrages, ob der Händler einen Katalog für faire Rückgabekriterien führt. Lassen Sie sich diesen geben, um dies am Ende der Laufzeit abgleichen zu können. Bei großen Dellen wird es aber kritisch, da durch den Schaden ein Wertverlust entsteht. Für diese Wertminderung darf der Händler bzw. Leasinggeber einen Ausgleich verlangen. Bei Unfallschäden sorgt für die Schadenbegleichung ohnehin die obligatorische Vollkaskoversicherung

Vorteile des Restwertleasings – kaum vorhanden

Die Vorteile beim Restwertleasing sind eher übersichtlich. Zudem werden heutzutage noch kaum Restwertverträge geschlossen. Dies lohnt sich lediglich bei wertstabilen Fahrzeugen wie Porsche & Co. Der Leasingnehmer profitiert von niedrigen Raten bei einem hohen Restwert. Außerdem kann es dazu kommen, dass man keinen Restwertausgleich bezahlen muss, da sich der Markt des Autos positiv für den Leasingnehmer entwickelt. Ansonsten ist man jedoch vertraglich gebunden, für den Wert des Fahrzeuges am Ende der Laufzeit aufzukommen. Entweder kauft der Leasingnehmer das Fahrzeug selber, oder aber die Bank / der Händler übernimmt die Abwicklung. Bei einem höheren Kaufpreis als vereinbarter Restwert, erhält der Kunde einen Anteil des Gewinns zurück. Bei einem geringeren Kaufpreis als Restwert steht der Kunde für die Differenz ein und muss diese begleichen.

2019-07-31T14:48:19+00:0020. Mai 2019|Allgemein, Leasing Ratgeber|